Acapulco

Acapulco - drittgefährlichste Stadt der Welt! Die Mordrate hier pro Einwohner ist so hoch wie in kaum einer anderen Stadt! Einige mexikanische Freunde rieten uns, das Hotel besser nicht zu verlassen. Denn vor einigen Jahren verdrängte die Kriminalität den Tourismus - große Drogenkartelle treiben hier ihr Unwesen. 

Dabei war Acapulco einst ein Traumreiseziel, Größen aus Hollywood, berühmte Persönlichkeiten und wohlhabende Touristen aus México-City verbrachten hier Ihren Urlaub. 
Wir haben drei Tage Acapulco überlebt - wie genau? Lest weiter!

Tödliches Ferienparadies?

Die Zahlen und Statistiken sprechen natürlich für sich. Die Mordrate der Stadt ist wahnsinnig hoch und immer wieder gibt es Zwischenfälle. Jüngst erst wurde in einer spektakulären Mission das Polizeihauptrevier von Acapulco gestürmt und die Polizei der Stadt entmachtet und entwaffnet, drei ranghohe Polizeichefs verhaftet. Militär und Marine sind jetzt überall präsent und versuchen so die Korruption und Verwicklung der Polizei in Drogengeschäfte und  Morde in Schach zu halten. 

Ob es wirklich eine gute Idee war, in so einer gefährlichen Stadt Urlaub zu machen?!


Aber schon der herzliche Taxifahrer am Flughafen plappert munter drauf los und erzählt von den schönsten Ecken Acapulcos, zeigt uns während der Fahrt einige Sehenswürdigkeiten. Und die Sicherheit? Die Zone „Costera“ am Strand ist touristisch und es gibt keine Probleme. Touristen seien sowieso sicher und die Vorfälle ereignen sich eigentlich nur innerhalb der Drogenmilieus.
Viel Nachtleben gibt es in Acapulco aber nicht mehr - wer allerdings trotzdem gerne tanzt kann beruhigt in die berühmte Disco Baby ‘O gehen!

Für eine der gefährlichsten Städte der Welt sieht es allerdings sehr idyllisch aus hier. Palmen und Hotels säumen den Strand in der Bucht wie Perlenketten. Das Wasser ist kristallklar und angenehm. Es sind doch Touristen hier, viele aus Amerika, sie missachten Trumps Reisewarnung für México. Auch wir hören nicht auf das Auswärtige Amt, welches dringend von Reisen u.a. nach Acapulco abrät. 

Die Einheimischen wünschen sich nichts mehr, als dass es aufhört mit den Drogen und der Gewalt - Hotelbuchungen sind um 60% zurückgegangen, Flugpassagierzahlen sind von 90.000 auf ca. 20.000 gesunken. Auch Kreuzfahrtschiffe steuern Acapulco kaum noch an - es war mal eine beliebte Route. 
Aber - während unserer 3 Tage hier haben wir uns nie unsicher gefühlt, hatten keine Angst und waren auch im Stadtzentrum und am Strand. Die Menschen sind uns freundlich und herzlich begegnet. Von Gewalt keine Spur! Also haben wir unser wunderschönes Hotel todesmutig verlassen - um die Stadt besser kennenzulernen! 

Las Brisas - das Juwel von Acapulco

Aber erst einmal möchte ich über unsere Unterkunft berichten: zugegeben - eigentlich hätten wir gar keinen Grund gehabt diesen wunderschönen Ort zu verlassen um Acapulco zu erkunden. 


Das Las Brisas in Acapulco ist eine der top Adressen hier und Persönlichkeiten wie Buzz Aldrin, Neil Armstrong, Frank Sinatra, Elizabeth Taylor, Luciano Pavarotti, Steven Spielberg, Sean Connery, John Travolta, Clint Eastwood, Liza Minelli, Silvester Stallone, Prince Charles, André Agassi und viele mehr haben hier schon genächtigt. John F. Kennedy und Jacky Onassis haben hier ihre Flitterwochen verbracht - genauso wie wir. 

Die Anlage liegt auf einem Berg - hoch über der Bucht von Acapulco. Es wurde 1954 als kleine Hausgemeinschaft gegründet, 3 Jahre später wurde es als Hotel mit 80 kleinen Häuschen in pink und weiß eröffnet. Heute sind es 204 Häuschen, 47 Suiten und 206 Privatpools. Auch wir haben ein Häuschen mit Privatpool gebucht. Der Blick über die Bucht ist traumhaft und mit nichts zu toppen! 

Die Gründer liebten das pink und weiß Konzept - was der ganzen Anlage ein interessantes, hübsches Aussehen gibt und eben auch das 60er Jahre Flair. 

Die Häuschen sind hell und freundlich, bieten viel Privatsphäre und der eigene Pool ist klasse. Es gibt mehrere Möglichkeiten zum Liegen und Sitzen, alles ist wirklich wunderschön! 
Die Zimmer sind super sauber, hübsch eingerichtet und man fühlt noch den Glamour der vergangenen Jahrzehnte! 
Wir haben regelmäßig den Roomservice belästigt, um Pasta, Salate und Baguette in unser kleines Häuschen zu ordern. Gegessen wurde natürlich draußen, ganz privat am Pool mit Traumblick!

Das Hotel hat eine Sunset Bar, in der es tolle Cocktails gibt. Das Highlight dort ist aber definitiv der Sonnenuntergang über dem Pazifik! 


Ds Restaurant Bella Vista kann fürs Abendessen besucht werden. Das Essen dort ist super lecker, das Personal unglaublich freundlich und die Aussicht - natürlich der Hammer! 

Ich kann nur sagen - was für ein Hotel! So etwas Schönes! Nun gut, preislich muss man schon ein bisschen hinlegen, aber der einzigartige Blick auf Acapulco, die Privatsphäre und der Service sind jeden Cent wert! Wir sind begeistert und super glücklich!

Besonders schön ist auch der private Beachclub “La Concha” vom Las Brisas. Alle 20 Minuten fährt vom Hotel ein Shuttle dorthin. Es gibt zwei Meerwasserpools, die einen Zugang zum offenen Meer haben und einen größeren Süßwasserpool. Das Wasser ist super angenehm und kommt direkt aus dem Pazifik. Unbedingt Taucherbrille und Schnorchel mitbringen, das Wasser ist glasklar und es gibt viele Fische und bunte Seesterne zu sehen! Zur Not kann man aber auch alles ausleihen. 

Acapulco

Wir sind keine Fans davon den ganzen Urlaub im Hotel zu verbringen. Deshalb machten wir uns auf den Weg ins Zentrum von Acapulco. Dort gibt es einige spannende Sachen, die noch auf unserer Liste standen. 


Als erstes wollten wir an den Pazifik. Acapulco hat wunderschöne Strände und das Meer ist angenehm und glasklar! Dort liefen wir dann an der „Costera“ entlang, mit den Füßen im Wasser! Die Strände der Bucht sind mit Hotels und Strandclubs gesäumt. 
Also - ich bin der Meinung, der Strand Playa Condesa von Acapulco ist super schön, sauber und gut gelegen.  Außerhalb der Hauptbucht soll es ruhigere Strände geben, die wir aber nicht besucht haben.   

Fuerte San Diego - das ehemalige Fort wurde im 17. Jahrhundert von den Spaniern erbaut und war fortan ihre wichtigste Verteidigungsanlage an der Pazifikküste. Es diente zur Verteidigung gegen Piraten,da Acapulco ein wichtiger Handelshafen für Manila Galeonen war. 

Durch ein Erdbeben Mitte des 17. Jahrhunderts wurde es stark beschädigt und dann neu erbaut. 
Heute ist das Fort für die Öffentlichkeit zugänglich und als Historisches Museum von Acapulco bekannt. Es bietet einen spektakulären Blick über die Bucht und die Stadt! 
Eintritt für Lehrer/ Studenten/ Schüler mit entsprechendem Ausweis kostenlos, sonst 60MXN pesos (ca. 3€).

La Quebrada - der Felsen zieht mehrmals täglich viele Menschen an (auch auf Booten). Und das aus gutem Grund: Die berühmten Klippenspringer, die Clavadistas von Acapulco sind ein weiteres Highlight. 

Regelmäßig finden dort seit 1934 Klippenspringevents statt. Man kann in dem berühmten Hotel El Mirador etwas trinken und den wagemutigen Springern zuschauen. Das taten dort auch schon Frank Sinatra, Elizabeth Taylor, John F. Kennedy, Johnny Weissmüller, John Wayne und viele andere. Ein bisschen schien Acapulco zu Glanzzeiten das Hollywood Mexicos gewesen zu sein - so viele berühmte Namen begegnen uns hier!

Capilla Ecuménica La Paz

Die ökumenische Kapelle La Paz wurde ungefähr Ende der 50er Jahre gebaut. Es wird gesagt, dass ein Mann sie errichten ließ, dessen Söhne dort oben mit dem Privatflugzeug abgestürzt sind. 

Die Familie liegt unter der Kapelle begraben. Man kann am besten mit einem Taxi hochfahren, denn der Aufstieg ist kurvenreich und steil. 
Dafür ist der Ausblick über Acapulco einfach traumhaft und die Kapelle sehr hübsch. Das Kreuz ist 42 Meter hoch und nebenan wurde zur Ehre der beiden verunglückten Brüder eine Statue errichtet, die zwei Hände zeigt. 

Adios Acapulco

Aber wir werden auf jeden Fall wiederkommen! 

Acapulco hat uns total überrascht und ist wahnsinnig schön! Besonders das Hotel Las Brisas ist ein Traum! 
Die Stadt hat auf uns einen guten Eindruck gemacht und wir haben uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Gerne wären wir noch länger geblieben! 

Nützliche Infos

Flüge nach Acapulco sind von México-City recht günstig zu bekommen - oft schon ab 90€. Die Flugzeit beträgt von dort auch nur 50 min, was Acapulco zu meinem Kurztripziel Nr. 1 macht. 

(Z.B. Aeromar, Volaris) 
In Acapulco kann man direkt am Flughafen für ca. 300MXN Pesos (ca. 15€) ein Taxi ins Zentrum oder zum Hotel nehmen. Immer autorisierte Taxis am Schalter nehmen und niemals auf der Straße anhalten. 
Auch für eine Sichtseeing-Tour eignet sich ein Taxi super - der Fahrer fährt für ungefähr 300MXN (ca. 15€) pro Stunde alle gewünschten Sehenswürdigkeiten an und wartet auf euch!